Erst hier sehe ich, welch schlaftrunken wankenden Schriftgrößen mein nächtliches Getippsel fabriziert hat. Nochmal drüber schlafen ist nicht so mein Ding. Dem Zweifel zuvorkommen ist eine Strategie. Mal sehen, wie der liebe Zweifel dann über den Tag Blüten schlägt, wenn er nicht antwortet – was er nun wirklich nicht muss auf diesen Kuss. Doch ›seine‹ Buchobjekte hätten eine Atelierwoche verdient. Überhaupt, ein Atelier! Mit Buch, das auf seinem eigenen Umschlag fliegend liegen kann, ohne Leim und ohne Faden, aus einem kunstvoll gefalteten Stück. Im Traum natürlich viel raffinierter als meine Skizze hier, undurchschaubar auf so einen Traumblick, der ja doch eher Jörgs Augen und Mund gehörte. Aber dann doch dem Buch, das erst lesbar wird, wenn die Transparenzen sich finden, aufeinanderlegen – Buchstaben aus Öl im Papier? Der Umschlag flächig perforiert: blitzendes Licht durch schwarzes Papier, das sich anschmiegt und gerne biegt durch die vielen kleinen Schlitze darin.
Und wohin träume ich uns jetzt?